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Der Hugenottenplatz ist neben dem Schloß- und Marktplatz einer der zentralen Plätze in der Innenstadt von Erlangen. An seiner Westseite liegt die Hugenottenkirche, das architekturgeschichtlich bedeutendste Kirchengebäude von Erlangen.

Das Stadtlexikon schreibt (CK) u. a:

Der im Plan von J.M. Richter 1686 als "Place devant le Temple et la Douane" bezeichnete kleinere Platz der barocken Stadtanlage hieß 1695–1812 französischer Markt, zwischen 1745 und 1885 auch Holzmarkt, bis er 1887 zu Ehren des Prinzregenten in Luitpoldplatz umbenannt wurde.
Seinen heutigen Namen erhielt er 1936 anlässlich der 250-Jahrfeier der Neustadt, deren Bau mit der Grundsteinlegung der Hugenottenkirche begonnen hatte. Der Sakralbau fügte sich in die urspr. homogene Struktur des nach einem übergeordneten Gestaltungsprinzip konstruierten Platzes ein.
Dessen einheitliche Wirkung wurde seit Mitte des 19. Jh. und v.a. nach 1945 durch unterschiedliche Neubauten (alte ==Hauptpost, ==Kaufhof, ==Stadtsparkasse), welche an die Stelle u.a. der ==Ritterakademie und des ==Buiretteschen Palais traten, stark verändert. Eine Zierde ist wieder das im Jahr 2000 von seiner Fassadenverkleidung mit Travertin befreite und aufwendig renovierte Richthaus an der Nordwestseite.
HbfSOaltepost

links oben, als Busbahnhof bezeichnet

Die Nutzung der Westseite des H. als Busbahnhof bzw. die Einbeziehung der Osthälfte in die Fußgängerzone führten zu einer verstärkten Möblierung der urspr. freien Fläche mit Pavillons, Brunnen und Bäumen.

Geschichte Bearbeiten

Gegenüber dem als Grande Place bezeichneten heutigen Schloß- und Marktplatz bildet der Hugenottenplatz, ursprünglich Place devant le Temple et la Douane benannt, den kleineren der beiden zentralen Plätze im Richterschen Plan. Der Architekt Johann Moritz Richter, der ab 1684 am markgräflichen Hof in Bayreuth tätig war, plante ab 1686 die Erlanger Neustadt, eine barocke Planstadt zur Aufnahme der französischen [ Exulanten|Glaubensflüchtlinge ], die später als Hugenotten bezeichnet wurden. Von 1695 bis 1812 wurde dieser Platz als Französischer Markt bezeichnet, zwischen 1745 und 1885 auch als Holzmarkt, bevor er 1887 zu Ehren des bayerischen Prinzregenten in Luitpoldplatz umbenannt wurde.

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Seinen heutigen Namen erhielt er 1936 anlässlich der 250-Jahr-Feier der Erlanger Neustadt, deren Bau mit der Grundsteinlegung der Hugenottenkirche am 14. Juli 1686 begonnen hatte.[1]

Die Hugenottenkirche, heute genauso wie zur Erbauungszeit das dominierende Bauwerk am Platz, fügte sich mit ihrem rechteckigen Grundriss gut in die ursprünglich homogene Struktur des nach einem übergeordneten Gestaltungsprinzip konstruierten Platzes ein. Diese einheitliche Wirkung wurde seit Ende des 19. Jahrhunderts und insbesondere nach 1945 durch einige Neubauten stark verändert. So entstand beispielsweise 1896/97 auf der Südwestseite die heute sogenannte alte Hauptpost, 1958 auf der Südostseite das Kaufhof-Gebäude, das 2002/03 durch ein wieder besser dem historischen Umfeld angepasstes Büro- und Geschäftsgebäude mit Tiefgarage ersetzt wurde, sowie 1968 auf der Ostseite ein Sparkassen-Neubau, der bereits 1997 umfassend saniert und umgestaltet werden musste. Abweichend von dieser Entwicklung wurde im Jahr 2000 das sogenannte Richthaus auf der Nordwestseite des Platzes in seiner historischen Substanz aufwändig renoviert und von seiner Fassadenverkleidung mit Travertin befreit.[1]

Quelle des Absatzes war 4/2019 in der WP

  1. 1,0 1,1 Claudia Koolmann: Hugenottenplatz. In: Erlanger Stadtlexikon.
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